Geschichte

Die Menschen, die in der heutigen Großgemeinde Oyten lebten, wurden Ende des 8. Jahrhunderts unter Karl dem Großen gewaltsam christianisiert. Über ihr kirchliches Leben im Mittelalter gibt es keine Quellen. Urkundlich erwiesen ist lediglich die Zugehörigkeit zur Achimer Kirche seit der Reformation. Die Kapellen in den Orten Bassen und Oyten wurden von Predigern betreut. Diese wirkten zugleich als Lehrer. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde das Bistum Verden ein weltliches Herzogtum. Dies führte dazu, dass die Kapellen verfielen, die Schulen hingegen blieben bestehen.

Die Menschen in Bassen, Oyten und den noch weiter entfernten Ortschaften hatten einen weiten Weg bis zur Kirche in Achim. Teilweise mussten bis zu zehn Kilometer zu Fuß zurückgelegt werden. Eine besondere Last war das Überführen von Leichen zum dortigen Friedhof. So bemühten sich die Gemeindeglieder bei den zuständigen weltlichen und kirchlichen Behörden, wenigstens einen eigenen Begräbnisplatz zu bekommen. Im Jahre 1826 wurde schließlich festgelegt, dass eine ein Morgen große Fläche mit einer Mauer zu umgeben und mit italienischen Pappeln bepflanzt werden sollte. Diese befand sich im nordöstlichen Teil des heutigen Alten Friedhofs.

Im Jahre 1831 erhielt Bassen seinen Friedhof. Die Anträge der Bauernschaften in Sagehorn, Meyerdamm, Clüverdamm und Oyterdamm auf eigene Beerdigungsplätze wurden hingegen abgelehnt. Die Gemeindeglieder wurden an Oyten verwiesen. Das Einrichten eigener Friedhöfe in Bassen und Oyten war der erste Schritt einer Loslösung Oytens von der Kirchengemeinde Achim. Das später neu gegründete Kirchspiel Oyten umfasste den Raum, für den die heutige politische Großgemeinde Oyten gegründet wurde. Der Bau einer eigenen Kirche war möglich geworden, nachdem acht Bauern aus Oyten zehn Morgen Land für den Kirchbau schenkten. Nach einem Tausch stand das heutige Grundstück neben dem schon seit 1826 bestehenden Friedhof bereit. Im Jahr 1861 wurde das Oytener Gotteshaus schließlich fertiggestellt.